10 Fragen an Andreas Kröpelin


Von Maximilian Beyer // 22. September 2021


Seine Teilnahme an Jugend präsentiert liegt schon ein paar Jahre zurück, doch über das Alumni-Netzwerk ist Andreas Kröpelin dem Projekt weiterhin verbunden. Im "10 Fragen an..."-Interview erzählt der Student der Computational and Data Science unter anderem die Geschichte, wie er und sein Team auf dem Weg zum Finale 2015 die Präsentation im Zug zum ersten Mal gemeinsam geprobt haben und welche folgenreiche Erkenntnis sie dabei hatten. 

 

Wie bist du zu Jugend präsentiert gekommen?

Meine Physiklehrerin hat damals einen Flyer verteilt und ein paar Mitschüler und ich haben uns über jede Gelegenheit gefreut, mit einem Wettbewerb ein paar Tage schulfrei abzugreifen.

Wie stehst du heute in Verbindung mit Jugend präsentiert?

Über das Alumni-Netzwerk halte ich Kontakt zu anderen ehemaligen Teilnehmern und konnte bei der letzten prä-pandemischen Summer School dabei sein sowie kürzlich für das Landesfinale Berlin-Brandenburg-Thüringen die Sieger verkünden.

Was ist deine schönste Jugend präsentiert-Anekdote?

Bei der Bundesrunde 2015 hat mein Team auf der Zugfahrt nach Berlin das erste Mal die Präsentation gemeinsam durchgesprochen, was schon sehr erheiternd für die anderen Fahrgäste war. Als uns klar wurde, dass unsere Einleitung nur für die digitale Präsentation funktioniert, wurde die Einleitung für die analoge Präsentation am Abend vor dem Finale beim Zähneputzen gebrainstormt. Das war Adrenalin pur. Aber möglichst leise (wegen Nachtruhe in der Jugendherberge) mit Zahnbürste im Mund unsere Gruppenperformance zu inszenieren hat schon auch viel Spaß gemacht. Wir hatten letztlich Glück und haben es unter die besten sechs Teams geschafft. Die Zeitmanagementstrategie haben wir uns übrigens auch später fürs Studium bewahrt.

Jugend präsentiert ist für mich...

... von all den Schülerwettbewerben der, der eine versteckte Leidenschaft in mir wach gekitzelt hat.

In 3 Worten - wie muss für dich eine gute Präsentation aussehen?

Form follows function!

Selbst präsentieren oder lieber im Publikum sitzen?

Definitiv lieber selbst präsentieren, Prof. Kramer hat mir ja nicht das Stillsitzen beigebracht!

Welche Disziplin im MINT-Bereich fasziniert dich am meisten?

Das I, also Informatik; insbesondere der Bereich "Computational Science".

Warum?

Bei Computational Science pflückt man sich die passendsten Werkzeuge aus der Mathematik und Informatik zusammen, um damit spannende Probleme aus der Physik, Biologie oder sonstwoher zu lösen. Das macht es super kreativ und abwechslungsreich!

Welchem Publikum würdest du gerne mal welches Thema präsentieren?

Ich hege eine ausgeprägte Begeisterung für moderne Programmiersprachen und würde meiner Fakultät gerne mal darlegen, warum wir einige Programmierdinosaurier zu Gunsten solcher modernen Alternativen aufgeben sollten. Aber ich weiß schon auch, dass die Leute dringendere Probleme haben ;)

Was ist dein ultimativer Tipp für eine gelungene Präsentation?

Stell dir vor, du würdest das Thema einem konkreten Menschen (dem besten Freund, einer Lehrerin, der Oma) im direkten Gespräch erklären. Das macht die Präsentation und Stimmführung authentischer (dessen Bedeutung oft unterschätzt wird) und man kann die Adressatenorientierung gar nicht vergessen.

 

Foto © Andreas Kröpelin


Maximilian Beyer

Projektbüro // Wissenschaft im Dialog Berlin