Jugend präsentiert Qualifikationen 2016: check!

Dichtes Gedränge auf der Bühne in der Aula der Ricarda-Huch-Schule am vergangenen Samstag (23. April 2016) in Dreieich: 84 Schülerinnen und Schüler rücken zusammen, um auf das gemeinsame Abschlussfoto zu passen – für den ablichtungswilligen Fotografen als Dirigent der Schar gar kein einfaches Unterfangen. Als auch die letzten Bilder von mitgereisten Eltern und Lehrern im Kasten sind, löst sich das Stilleben auf, aufgeregte Schülerstimmen streben Richtung Ausgang, Ende der Veranstaltung, zufriedene Gesichter bei den Organisatoren: Damit schloss sich in diesem Jahr der Reigen der Qualifikationen für den Bundeswettbewerb Jugend präsentiert 2016. Auch die letzte von vier Qualis ist glatt verlaufen. Mit 84 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Veranstaltung in Dreieich die größte Qualifikation, die Jugend präsentiert je ausgerichtet hat.

Angetreten waren an den vergangenen drei April-Wochenenden über 200 Schülerinnen und Schüler bei insgesamt vier Qualifikationsveranstaltungen, um eines von 100 Tickets zum Bundesfinale Jugend präsentiert und eine Einladung zur Präsentationsakademie zu ergattern. Dabei verteilten sich die Veranstaltungen quer über die Republik, startend mit dem Willstätter-Gymnasium in Nürnberg, weiter mit dem Matthias-Claudius-Gymnasium in Hamburg sowie der Gemeinschaftsschule am Roten Berg in Erfurt. Zum Abschluss nun die bei weitem größte Qualifikation in Dreieich. Viel zu tun also für das Team von Jugend präsentiert: Jurys mussten organisiert, Essen bestellt, Urkunden gedruckt und Kisten gepackt werden.

Schon die Einladung zu einer Qualifikation war für die Schülerinnen und Schüler eine Auszeichnung, denn dies bedeutete, sich bereits zuvor gegen 800 Mitbewerber bei einem Videowettbewerb durchgesetzt zu haben. Dort sollten die Schüler in einem maximal fünf Minuten langen Video ihr Thema aus dem Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) vorstellen.

Bei den Qualifikationen ging es nun darum, die Jury live von sich zu überzeugen und in nur drei Minuten das Thema auf den Punkt zu bringen. Nur wer sein Thema inhaltlich wirklich gut im Griff hatte und die Jury damit überzeugen konnte, hatte eine Chance, am Ende genügend Punkte beisammen zu haben, um unter die besten 100 zu kommen. Ganz besonders gut funktioniert hat dies offenbar in Dreieich: dort konnte die Jury die Bewertungsskala gleich mehrfach komplett ausreizen und Höchstwertungen vergeben. Einen herausragenden Erfolg feierte dabei das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld aus Bayern, das in Dreieich insgesamt 11 von 12 Bewerberinnen und Bewerbern durch die Qualifikation brachte. Damit stellen die Unterfranken die größte Abordnung einer Schule im Bundesfinale.

Weiter geht es für die gut 100 Auserwählten in den kommenden Wochen aber zunächst in den Präsentationsakademien in Göttingen oder Stuttgart, wo ausgiebig an den Präsentationsfähigkeiten der Schüler gefeilt wird, Erklärvideos produziert oder Präsentationen mit Prezi erstellt werden. Für die Schüler sicherlich eine großartige Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und vor allem konstruktives Feedback von den Trainerinnen und Trainern zu erhalten. Das Bundesfinale findet in Berlin vom 15.-17. September statt.

Christian Kleinert