Meine Rolle als Trainerin beim Länderfinale – neue Chancen im Fellows & Friends-Programm
Anne Lohmann nahm bereits 2017 das an unserem Wettbewerb teil und engagiert sich seitdem regelmäßig als Ehemalige im Fellows & Friends-Programm. Dabei war sie nicht nur mehrfach in der Jury und Betreuung tätig, sondern nimmt auch regelmäßig an der Summer School und anderen Netzwerkveranstaltungen teil. Deshalb war es selbstverständlich, dass Anne Teil der ersten Runde „Train the Fellows & Friends – Qualifizierung zur Länderfinale-Trainer*in“ war. So konnte sie dieses Jahr eine ganz neue Rolle beim Wettbewerb einnehmen. Wir haben Anne nach ihren Erfahrungen gefragt und sie gebeten, einen kurzen Erfahrungsbericht zu schreiben. Und wer weiß, vielleicht macht euch der Text ja Lust, euch im nächsten Jahr auch zu Länderfinale-Trainer*innen ausbilden zu lassen!
Bei Train the Fellows & Friends über sich hinauswachsen
Das Fellows & Friends-Programm von Jugend präsentiert bietet vielfältige Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. In diesem Jahr habe ich gemeinsam mit zehn weiteren Ehemaligen die Möglichkeit bekommen, eine Ausbildung zur Präsentationstrainerin zu absolvieren. Im Anschluss durften wir dann direkt unser erstes Training als Zweierteam bei den Präsenz-Länderfinalen im März und April geben. Die Ausbildung der Trainer*innen übernahmen Anna Berlich und Rebecca Wilbertz vom Jugend präsentiert-Team, die für uns ein Wochenende mit spannenden Inhalten vorbereitet hatten. Wie das Ausbildungswochenende ablief und wie es für mich war, das erste Mal ein Training zu geben, erfahrt ihr jetzt.
An einem frischen Freitag im Februar sind wir, die Fellows & Friends, aus allen Himmelsrichtungen kommend, für Train the Fellows & Friends nach Berlin gereist. Nachdem wir unser Gepäck in unserer Unterkunft abgegeben hatten, ging es auch schon los ins „Headquarter” von Jugend präsentiert. Dort wurden wir von Anna und Rebecca mit Snacks und Getränken begrüßt. Alle waren voller Vorfreude auf ein intensives Wochenende. Sobald alle Fellows & Friends im Büro angekommen waren, gab es erstmal eine Führung durch die heiligen Hallen – natürlich durfte dabei ein Blick ins Merchlager nicht fehlen ;). Im Anschluss an die Führung erhielten wir von Johannes Brattke (Jp-Team) allgemeine Infos zu den Länderfinalen und auch Geschäftsführer Christian Kleinert richtete noch ein paar herzliche Worte an uns. Nach einigen informativen Stunden zum Ablauf der nächsten Tage und gut mit Merch ausgestattet, beendeten wir den ersten Tag mit einem leckeren gemeinsamen Abendessen.

Trainer*innenpersönlichkeit und Atemübungen
Am Samstag starteten wir direkt mit einem sehr umfangreichen Tag voller Inhalte. Der Schwerpunkt des Tages lag darauf, dass alle einen Teil des Präsentationstrainings vorbereitet hatten und diesen nun mit den anderen Fellows & Friends erproben durften. Wir beschäftigten uns mit der Performanz, nahmen das Performanzpanorama auseinander und testeten verschiedene Atemtechniken. Dabei konnten wir alle beobachten, wie unterschiedlich wir elf Fellows & Friends in unseren Trainer*innenpersönlichkeiten sind. Natürlich übten wir den Feedback-Dreischritt rauf und runter, damit wir den Schüler*innen sowohl in unseren Trainings als auch in der Juryarbeit sinnvolles und brauchbares Feedback geben können. Mittags hatten Anna und Rebecca ein wundervolles und vielseitiges Buffet für uns organisiert und uns mit „Fellows & Friends-Donuts“ überrascht. Zum Tagesabschluss gingen wir alle gemeinsam Pizza essen. Einige von uns genossen das schöne Beisammensein anschließend in einer Karaokebar.
Am Sonntag ging es dann relativ früh wieder ins Headquarter zu unserem allerletzten Trainingstag. Dank des Ohrwurms „Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune…“, den Merle uns eingepflanzt hatte, war ein gelungener Tagesstart garantiert. Zunächst beendeten wir die Trainingseinheit vom Vortag. Danach gaben uns Anna und Rebecca noch ein paar Tipps und Tricks für den Umgang mit herausfordernden Themen, denen wir während unseres Länderfinale-Trainings begegnen könnten. Unter anderem beschäftigten wir uns damit, wie wir eine Gruppe als Ganzes zum Mitmachen und Teilnehmen am Training motivieren können.
Auch das Train the Fellows & Friends-Wochenende neigte sich irgendwann dem Ende zu und so mussten sich am Sonntag nach und nach alle wieder gen Heimat verabschieden. Für mich ging es mit vielen Ideen, wie ich mein Training gestalten möchte, zurück nach Magdeburg und ins Studienleben. Zumindest für ein paar Wochen, denn dann stand das Länderfinale in Berlin vor der Tür, bei dem ich als Trainerin eingesetzt wurde.

Das Training in Berlin: Preparation is key
Wie für die Länderfinale üblich, reisten alle Team-Mitglieder bereits am Tag zuvor in die Jugendherberge am Berliner Wannsee an. Gemeinsam genossen wir den Sonnenuntergang am Wasser, bevor wir gemeinsam zum Abendessen gingen. Sobald wir zusammensaßen, brachten wir uns gegenseitig auf den neusten Stand und erzählten, was wir in der letzten Zeit erlebt hatten. Nachdem wir uns gegenseitig mit den neusten Lebensupdates versorgt hatten, fanden wir noch einmal gemeinsam als Team einen organisatorischen Start in das Wochenende. Johannes stellte allen im Team das Rahmenprogramm vor, das die Schüler*innen am Freitagnachmittag erwartete. Für uns Trainer*innen galt es auch, unseren Trainings den letzten Feinschliff zu verpassen. Deswegen setzte ich mich noch einmal mit meinem Trainingspartner Philipp zusammen und wir gaben unserem Training das letzte Finish. Damit auch unsere künstlerische Ader nicht zu kurz kam, stand für uns noch das Designen flotter Flipcharts an. Angesichts der Uhrzeit verlegten wir die künstlerische Ausgestaltung jedoch auf den nächsten Tag.
Frisch ausgeschlafen, beziehungsweise noch dabei, der Welt guten Morgen zu sagen, begann der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend starteten wir zusammen mit den anderen Trainer*innen in einen kollektiven Flipchart-Marathon. Mit guter Laune und viel Elan zeichneten und schrieben wir, sodass die Stifte quietschten. Man munkelt, dass es sogar einigen Personen gelang, die Flipcharts frei Hand und ohne vorherige Bleistiftskizze zu gestalten. Die Freude am Gestalten steckte auch Jessi und Annika an, die als Betreuerinnen dabei waren. Sie verewigten sich ebenfalls auf einigen Flipcharts.
Das Länderfinale in neuer Rolle
Mittags trudelten dann schon die Schüler*innen ein. Nach dem Mittagessen begann für alle das Rahmenprogramm. Gemeinsam mit Betreuerin Merle und meinem Trainingspartner Philipp begleitete ich einen Teil der Gruppe zum Helmholtzzentrum für Geoforschung nach Potsdam. Dort beschäftigten sich die Schüler*innen im Schülerlabor mit verschiedenen Naturphänomenen. Unter anderem bauten sie einen Seismografen aus Lego und lernten anhand eines Modells, was bei einem Vulkanausbruch passiert. Als wir wieder in der Jugendherberge ankamen, machte sich bei mir langsam eine gewisse Vorfreude, aber auch Aufregung breit, denn unser Trainingstag rückte immer näher.
Nach einem frühen Frühstück für uns und alle Schüler*innen ging es am Samstagmorgen zum Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium. Nach der Begrüßung durch die Schulleitung, die uns ein paar letzte Minuten für die Raumvorbereitungen ermöglichte, standen dann auch schon zwölf Schüler*innen gespannt in unserem Raum und warteten darauf, was sie erwarten würde. Nach zweieinhalb Stunden Powertraining mit viel Input für die Schüler*innen waren die Stimmen warmgelaufen, die ersten Sätze der Präsentationen gesprochen und alle bereit, ihre Präsentation vor der Jury zu halten.
Da wir Trainer*innen auch in die Jury-Arbeit eingebunden waren, durfte ich mir nach einer ausgedehnten Mittagspause noch drei Präsentationen anschauen und bewerten. Am Ende des Tages ging ich mit vielen neuen Eindrücken und dem Gefühl, das Training gemeistert zu haben, zufrieden und stolz nach Hause.
Wir freuen uns sehr, dass das Format „Train the Fellows & Friends“ so erfolgreich war und 2027 fortgesetzt wird! Alle Informationen zur Teilnahme und zu den Terminen veröffentlichen wir auf der Website und im Fellows & Friends-Newsletter.